Nationalkonservative Wende – Das Buch der Woche: „Die Identitäre Generation“

Das Buch „Die Identitiäre Generation“ wurde 2013 erstmals in deutscher Sprache vom Arktos Media Ltd Verlag veröffentlicht, mittlerweile ist dieses Buch in sechs weiteren Sprachen erhältlich.
Der Autor dieses Buches, Markus Willinger, wurde 1992 in Österreich geboren und ist seit seinem 15. Lebensjahr selbst politisch aktiv.
Sein Buch umfasst zwar nur knapp 100 Seiten, trotzdem ist es ein Manifest mit einer „Kriegserklärung“.

Doch wem erklärt er in seinem Buch den Krieg?

Unsere heutige Generation hat stärker als je zuvor unter den zahlreichen Fehlern und Taten der Alt-68er zu leiden. Sie haben Stück für Stück unser Bekenntnis zur eigenen Identität zerstört:
Alles Überlieferte, jede Tradition, jedes Bekenntnis zum Eigenen wurde uns genommen und tabuisiert. Aus Angst, in die rechte Ecke gestellt zu werden, wagen wir es nicht mehr, uns dagegen zu wehren, sondern erdulden und ertragen alles, was mit uns angestellt wird.
Es wird nun allerhöchste Zeit, den Mut wieder zu erlangen, sich zu wehren, zu rebellieren und uns unsere Identität zurückzuholen.
Wir brauchen wieder eine Jugend, die für ihre Werte und Nation kämpft.
Genau darum geht es in diesem Buch. In 41 Punkten beschreibt Markus Willinger auf ganz klare Art und einleuchtende Weise, was die 68er uns genommen haben und wie wir es uns heute zurückholen können.
Nein, sogar zurückholen müssen!
Ein kleiner Einblick, was euch in dem Buch alles erwartet, bietet gleich der Punkt 1, den wir euch hier nicht vorenthalten möchten:

Die Identitiäre Generation

„Ihr wollt wissen, wer wir sind? Woher wir kommen? Was uns bewegt?
Wir werden es euch verraten.
Wir sind der Wandel der Zeit, wir sind der Wind der Bewegung, die nächste Generation. Wir sind die Antwort auf euch, denn wir sind eure Kinder.
Entwurzelt und orientierungslos habt ihr uns in diese Welt geworfen, ohne uns zu sagen, wohin wir gehen sollen, wo unser Weg liegt. Und alles, was uns Orientierung hätte geben können, habt ihr zerstört.
Die Kirche habt ihr zertrümmert, und so finden nur wenige von uns in den Trümmern dieser Gemeinschaft noch Zuflucht.
Den Staat habt ihr entwertet, und so will niemand von uns mehr dem Ganzen dienen.
Die Familie habt ihr entzweit, und so sind Scheidung, Streit und Gewalt unsere heimische Idylle geworden.
Die Liebe habt ihr reduziert, und so bleibt uns statt tiefer Verbundenheit nur der animalische Trieb.
Die Wirtschaft habt ihr ruiniert, und so erben wir euren Berg von Schulden.
Ihr habt alles und jeden hinterfragt und kritisiert, und somit glauben wir an nichts und niemanden mehr.
Ihr habt uns keine Werte gelassen, und doch werft ihr uns heute vor, amoralisch zu sein.
Aber das sind wir nicht.
Ihr habt euch selbst eine Utopie versprochen, eine friedliche, multikulturelle Gesellschaft des Wohlstandes und der Toleranz.
Wir sind die Erben dieser Utopie, und unsere Realität sieht anders aus.
Euren Frieden erkauft ihr euch mit immer neuen Schulden.
Euren Wohlstand sehen wir heute in ganz Europa verschwinden.
Eure multikulturelle Gesellschaft bedeutet für uns nur Hass und Gewalt.
Und im Namen eurer Toleranz jagt ihr alle, die euch kritisieren, und nennt dabei die Gejagten intolerant.
Wir haben es so satt!
Eure Utopien haben für uns keine Gültigkeit mehr.
Seht es endlich ein, wir leben in keiner vereinten Welt, in keinem globalen Dorf! Es wird immer Kriege geben, immer Arme, immer Unterdrückte. Die Welt wird niemals ein Paradies auf Erden sein. Mit euren Wahnvorstellungen habt ihr nur eines geschafft: Ihr habt eure Kinder entwurzelt.
Wir sind die Verlorenen, die Heimatlosen. „Wer sind wir?“, fragen wir uns. „Wohin gehen wir?“
Eure Antworten auf diese Fragen haben wir längst als Lügen erkannt. Wir sind nicht die Menschheit und wir gehen in keine paradiesische Welt.
Und so geben wir uns selbst die Antwort.
Wir wenden uns dem zu, ihr verteufelt habt. Uns selbst. Wir suchen unsere Identität und finden sie unter den Trümmern eurer Zerstörungswut. Tief müssen wir graben, um uns selbst wiederzufinden.
Unsere Geschichte, unsere Heimat und unser Kultur geben uns, was ihr uns genommen habt.
Wir wollen nicht Bürger der Welt sein, denn wir sind mit unserer eigenen Heimat glücklicher.
Wir wollen kein Ende der Geschichte, denn unsere Geschichte gibt uns keinen Grund, sie zu beklagen. Wir wollen keine multikulturelle Gesellschaft, denn in ihr geht unsere eigene Kultur unter.
Wir sind anspruchsloser als ihr, und doch wollen wir so viel mehr!
Denn während ihr euer ganzes Leben lang nach Utopien gestrebt habt, wollen wir echte Werte. Was wir fordern, existiert wirklich, und es zu besitzen, ist unser angestammtes Recht. Wir begehren nicht mehr als unser Erbe und dulden nicht länger, dass ihr es uns vorenthaltet.
Wir sind die Antwort auf euch und das Versagen eurer Utopie.
Wir sind die identitiäre Generation.“

Wer sich immer noch fragt, warum es sich lohnt und sogar ein Muss ist, politisch aktiv zu werden, dem sei die gesamte Lektüre dieses Buches geraten.
Es ist unser Land, für das wir kämpfen, holen wir es uns gemeinsam zurück!

Letztlich noch der Link zum Erwerb dieses tollen Buches:

https://jf-buchdienst.de/Die-identitaere-Generation.html

Nationalkonservative Wende – Das Buch der Woche: „Die Identitäre Generation“

Nationalkonservative Wende – Das Buch der Woche: „The Idea of Europe“

Als Vortrag anlässlich der zehnjährigen Jubiläumsveranstaltung des Nexus Instituts im Jahr 2003 in Rotterdam gehalten, liegt der Essay George Steiners, 2015 im Overlook Verlag erschienen, samt einer Einführung von Rob Riemen in weißem Einband vor. Dreh- und Angelpunkt des Werks ist die Frage nach dem Kern, der treibenden Kraft der europäischen Zivilisation und ihres möglichen Untergangs.

Woran lässt sich die Essenz einer zweieinhalbtausendjährigen Kultur festmachen? George Steiner destilliert mit all seiner Feinfühligkeit fünf zentrale Axiome des westlichen Abendlandes heraus, an denen sich die entscheidenden Charakterzüge Europas begreifen lassen. Den Beginn macht das Kaffeehaus, der Treffpunkt von Dichtern und Denkern, Rückzugsort des Bürgertums in aller Öffentlichkeit und überhaupt zentrale Institution und Ort alltäglicher Begebenheiten. Das Kaffeehaus ist Kulturgut, es ist der Marktplatz von Ideen und Meinungen, ein exklusiver Ort der dennoch zum Preis eines Getränks jedermann zugänglich ist. Hier koexistieren sowohl in sich gekehrte Einsamkeit als auch ausgelassene Geselligkeit. Für jeden manierlichen Besucher ist Platz – entweder zum Streiten oder zum Insichkehren.
Sodann betritt Steiner mit uns eine Landschaft, der wie er sagt, genuin humane Züge hat. Von Sizilien bis zum Nordkap, von der bretonischen Küste bis St. Petersburg tut sich ein Land auf, das von Menschen geformt und gestaltet, urbargemacht und besiedelt wurde. Kaum eine Tagesreise auf Schusters Rappen auseinander, gelangt der Reisende von Stadt zu Stadt. Ob er als Pilger oder im Tross einer Armee seines Weges zieht, die Bewohner Europas haben im wahrsten Sinne des Wortes eine lange Geschichte durchlaufen. Damit verbunden ist eine innige Verbundenheit mit der Landschaft, den Regionen und all ihren Facetten, die nicht zuletzt zusammen ein Mosaik an Volksstämmen und Völkern bilden. Die Antidote hierzu setzen freilich die Weiten der amerikanischen Prärie , der afrikanischen Wüste oder asiatischen Steppe. Hier ist der Mensch bald nur Beiwohnender im Spiel der Natur. Die langen Straßen und dünnen Siedlungen vermögen diesen Blick nicht zu trüben. In Europa ist der Mensch je Gestalter gewesen, wie das Land als allgegenwärtiges Zeugnis ablegt.

Sodann betreten wir als drittes mit dem Autor die europäische Stadt. Viele sind zu Metropolen angeschwollen und ähneln in einförmiger Monotie in Aussehen zusehend ihren überseeischen Pendants. Doch auf jeder Straße, jedem Platz und Gebäude lastet wortwörtlich Ge-schichte – die materiellen Zeugnisse jahrhundertelanger Ereignisse und Entwicklungen auf denen sie gründen. Mit Leben erfüllt sind die alten Kulissen aufgrund ihrer Namen – die Goethealleen, Schillerstraßen und Lutherplätze. Sie haben nicht wie in Amerika Trivialnamen oder einfache Nummern. Steiner weist auf die kleinen Schilder hin, die nicht nur den Weg zeigen und räumliche Orientierung schaffen, sondern dem umher wandelnden Zeitgenossen auch die historische Aufgeladenheit des Raumes in Erinnerung rufen. „Goethes Garten liegt nur wenige hundert Meter von Buchenwald entfernt.“, konstatiert jener, der selbst als in Wien geborener und in Paris aufgewachsener, im zweiten Weltkrieg nach Amerika floh. Die materielle Welt, durch die uns dieser Philosoph führt, entspricht eine Geistige, die einer doppelten Abstammung des antiken Athens und hebräischen Jerusalems entspringt. Die Beziehung griechischer Philosophie, Politik und Logik und jüdischer Theologie war seit ihrem Verschmelzen im Christentum ebenso von Einträchtigkeit, wie von Konflikten geprägt. Diese Synthese brachte das grundsätzlich dualistische Weltbild Europas hervor – der Versuch zu streben, zu hinterfragen und zu hadern – auf moralischer, intellektueller und existenzieller Ebene – all das ist fundamentaler Bestandteil des Europäischen. Mehr noch, viele unserer Begriffe und Ideale, unserer Gesellschaftlicher Institutionen, wie Wissenschaft, Literatur oder Architektur ruhen auf den Pfeilern der attischen Polis. Das christliche Menschheitsbild im Hadern mit dem Transzendenten um das Leben und die Gebote als Gesetz zur Regelung dessen. Ebenso die heilige Schrift als höchste Offenbarung und das Streben nach Sinn und Wahrheit haben ihren Ursprung in der einzigartigen Israelitischen Tradition. Sowohl das Christentum, als auch die sozialistischen Utopien der Neuzeit identifiziert Steiner als Auswüchse des Judentums. Der europäische Humanismus sei somit als untrennbarer Kompromiss hellenistischer und hebräischer Ideale aufzufassen.

Als fünftes und zuletzt steht die europäische Gewissheit und Furcht vor dem Ende der Zivilisation selbst. Ein tragisches Erlischen als Überbleibsel christlicher Weltuntergangsphantasien setzt einen intuitiven Rahmen für die historische Finalität und Begrenztheit selbst auf dem Höhepunkt einer Kultur, die sich in immer größerem Wohlstand in höhere Ziele und Komplexitäten verstrickt. Egal ob es sich um den Klimawandel oder die Weltwirtschaft handelt, hierzu fragt Steiner stellvertretend: „Welches Recht haben Wir zu überleben, bei unserer selbstmörderischen Unmenschlichkeit?“ Das Streben nach dem Absoluten, Endgültigen und seiner Rechtfertigung, auch dies liegt dem Europäischen Geist zugrunde.

Nun stellt sich die Frage nach der Essenz und deren Konsequenz. Ein zivilisatorisches Gebilde zu beschreiben, was sich praktisch per definitionem aus Kleinstbestandteilen zusammensetzt, gar eine Zukunftsperspektive zu umreißen, kann auch Steiner nur mit aller Demut und Vorsicht. Vieles von dem, was er beschreibt, entzieht sich schon seit geraumer Zeit immer mehr der Zugänglichkeit und Verständnis nachgefolgter Generationen. Doch die selbe Frage stellt sich in Europa mindestens seit dem Ende des Ersten Weltkriegs genauso wie heute. Er bedeutet die Wichtigkeit des Anspruchs intellektueller Souveränität und Ingenuität auf die gesellschaftliche Entwicklung, ohne direkten politischen Einfluss ausüben zu wollen. Obwohl zeitweise eine Kritik des anglo-amerikanischen Managerismus und Kapitalistischen Leistungsdruck mitschwingt, ist eine Aristokratie des Geistes basierend auf Verdienst und Fähigkeit tragend für die Existenz des besonders eigenen Genies Europas. Steiner identifiziert im Streben zu Höherem die Basis zur Schaffung eines neuen Ideals, einer neuen Idee, die als Weiterentwicklung an alte Traditionen anknüpft. Eine einzige Rückkehr zu Vorherigem gilt als ausgeschlossen. Diese Idee – Ortega y Gasset sprach von der Glaubensgewissheit – ist die fundamentale Notwendigkeit, um dem Nihilismus, der Erschlaffung und der Orientierungslosigkeit zu entfliehen, die die europäische Zivilisation befiel, als Sie ihre eigenen höchsten Ideale der Vernunft und Philosophie hinterfragte. Die Unternehmung, Europa zu Institutionalisieren und das Projekt der europäischen Integration als Maß aller Dinge und Zweck in sich selbst emporzuheben, beäugt Steiner äußerst kritisch. Er sieht bereits 2003, im Zenit der Europäischen Einigungsbestrebungen, kurz nach der Einführung des Euro, die Spannungen zwischen den zusammen gepferchten Ländern und die entzweienden Tendenzen, die uns offen seit 2010 verfolgen – ob in Gestalt der „Griechenlandkriese“ um den Euro, die sogenannte Flüchtlingskrise, die Abschottung gegenüber Russland oder die seit dem Brexit und mit der Wahl Donald Trumps drohende Abwendung der bislang bestimmenden amerikanisch-atlantischen Vormacht. Gerade Deutschland droht zu diesem Zeitpunkt mit seinem politischen Humanisieren ohne Verbündete und reichlich unbeliebt an der Spitze der Union zustehen. Ob die Länder Europas in diesem Wahljahr den Angloamerikanischen Reformbewegungen folgen oder weiter verharren und sich dem Niedergang zu fügen oder eigene Weg einzuschlagen, wie es Steiner befürwortet, wird sich zeigen. Dass es mehr als nur ein paar Wahlen benötigen wird, dass eine neue Idee Europas erst in höchster Not und Krise unter großen Entbehrungen erfolgen könnte, ist im Bereich des historisch Möglichen. Das Vakuum der derzeitigen Ideenlosigkeit, die sich in handlungsunfähigen und -unwilligen bürokratischen Strukturen und etablierten Politikerzirkeln besonders Brüssel, aber auch Berlins zeigt, wird durch ein „Immersoweiter“ und ein „Noch mehr“ nicht gefüllt werden können. Die vielbeschworene Furcht vor der Bedeutungslosigkeit des alten Kontinents und im besonderen des moralischen Geltungsdrangs seiner Führungsriege darf nicht davon ablenken, dass es eine neue Idee Europas braucht, die einen Sinn für und Stolz auf die eigene Identität begründet, von der aus die Völker Europas zu dem ihnen ureigenen Streben nach Wahrheit und Bedeutung in der eigenen Existenz und Gemeinschaft aufbrechen können. Als Anreiz sei daher George Steiners stilistisch hervorragendes „The Idea of Europe“ jedem Leser ans Herz gelegt, der Orientierung und Bereicherung für seinen eigenen Lebensweg im Geschick der Gegenwart für ein neues Europa sucht.

Nationalkonservative Wende – Das Buch der Woche: „The Idea of Europe“